Archiv für die Kategorie „Mensch-Tier“

pet in the net

Donnerstag, 12. Januar 2012

Für alle die nicht zum Werkleitz Festival ZOO kommen konnten, haben die Kuratoren Cord Riechelmann und Marcel Schwier nun ein virtuelles Tierfilmprogramm im
Netz zusammengestellt. Das virtuelle online Tierfilmprogramm des Werkleitz Festivals ZOO

Wolfgang Müller – SÉANCE VOCIBUS AVIUM

Sonntag, 23. Oktober 2011

Der einzige, in Europa ursprünglich heimische, heute vollständig ausgerottete Vogel ist der nordatlantische Riesenalk (Alca impennis). Sein letztes Vorkommen wurde auf der Felseninsel Eldey vor der südisländischen Küste nachgewiesen. Am 3. Juni 1844 wurden dort die letzten beiden Exemplare, ein brütendes Paar, von Fischern durch Genickumdrehen getötet, um ihre Bälge mitsamt Innereien einem dänischen Vogelsammler zu verkaufen. Damit verstummte der Gesang dieses Vogels für immer.
Zum 160. Jahrestag seiner Ausrottung rekonstruierte Wolfgang Müller bereits 1994 die Lautäußerungen des Vogels im Hörspielstudio des isländischen Staatsrundfunks.

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Helge Meyer: Tiere in der Performance-Kunst

Donnerstag, 29. September 2011

Der Autor Helge Meyer ist assoziiertes Mitglied des Performer-Kollektivs Black Market International und führt in seinem Text Ansätze und Überlegungen zusammen, die Tiere in der Performance-Kunst berühren.

 

Text Tiere in der Performancekunst

Zur Frage nach Tier-Rechten

Montag, 26. September 2011

In guter reaktionärer Tradition hat Göring den Tierschutz mit dem Rassenhaß verbunden, die lutherisch-deutsche Lust am fröhlichen Morden mit der gentilen Fairness des Herrenjägers.

Max Horkheimer und Theodor W. Adorno: Dialektik der Aufklärung

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Zitation zum Verhältnis Mensch-Tier

Montag, 26. September 2011

In den letzten Sommertagen des Jahres 1996 begegnete den Einwohnern der östlichen Vorstädte von Toronto etwas mehr Natur, als ihnen lieb sein konnte. Zwei Angestellte des städtischen Zoos und ein Polizist außer Dienst bestätigten, was Bewohner der Gegend bereits seit über einem Jahr berichtet hatten: Ein 90 Pfund schwerer Puma durchstreifte die Randgebiete von Kanadas größter Stadt. Das Tier – das nicht etwa aus dem nahegelegenen Zoo entlaufen war – befand sich ungefähr 2500 Kilometer von seiner »natürlichen« Heimat, den westlichen Gebirgszügen Nordamerikas, entfernt. Das bemerkenswerte jedoch war nicht die Entfernung des Pumas von seiner gewohnten Umgebung, sondern seine Nähe zu den Vorgärten der vorstädtischen Zivilisation.
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Ein Bericht für eine Akademie

Montag, 26. September 2011

Der Schimpanse Rotpeter, der Protagonist in Franz Kafkas Erzählung Ein Bericht für eine Akademie, schildert in einer kurzen Szene seines langen Vortrags, was geschah, als der Kontakt zwischen Affe und Mensch die Grenzen zwischen den Arten ins Wanken brachte:

Die Affennatur raste sich überkugelnd, aus mir hinaus und weg, so dass mein erster Lehrer selbst davon fast äffisch wurde, bald den Unterricht aufgeben und in eine Heilanstalt gebracht werden musste.

Bei Kafka konnte der menschliche Lehrer zwar glücklicherweise, wie der Affe meint, das Sanatorium bald wieder verlassen. In der Realität allerdings entdeckte die Wissenschaft den Affen damals als Versuchstier und begann, die Tiere in die Versuchsanstalten zu bringen
- Cord Riechelmann

Zitation – Zur Auseinandersetzung mit dem Zoo

Sonntag, 25. September 2011

Theodor W. Adorno schreibt in der Minima Moralia – bezüglich der modernen Zoos, in denen die Gitter so weit als möglich unsichtbar gemacht würden:

Je reiner Zivilisation die Natur erhält und transplantiert, um so unerbittlicher wird diese beherrscht. Man kann es sich gestatten, immer größere Natureinheiten zu umgreifen und innerhalb solchen Griffs scheinbar intakt zu lassen, während ehedem Auswahl und Bändigung einzelner Stücke noch von der Not zeugten, mit Natur fertig zu werden. Der Tiger, der endlos in seinem Käfig auf und ab schreitet, spiegelt negativ durch sein Irresein etwas von Humanität zurück, nicht aber der hinter dem unüberspringbaren Graben sich tummelnde.

Das Fremde und Ungezähmte in der äußeren Welt wird umso wirkungsvoller gebändigt, je freier seine Umhegung wirkt, weil die Erinnerung an die Unfreiheit verloren zu gehen droht.
Einige weitere Zitate zur Auseinandersetzungen mit dem Zoo im Folgenden

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